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EB 270 „Feuer MIG – Dachstuhlbrand mit Person im Gebäude“ OT Bad Salzuflen

Veröffentlicht am 14. April 2024 von Dennis Meyerkoort
Einsatzart Einsatzort
Bad Salzuflen
Alarmzeit
14.04.2024, 18:07 Uhr
eingesetzte Einheiten
A-Dienst, B-Dienst, C-Dienst, ELW-Besatzung, Hauptamtliche Kräfte, LG Bad Salzuflen, LG Wüsten, LZ Holzhausen, LZ Schötmar/Werl-Aspe, PSU-Team
Einsatzmittel
verletzt/getötet 0
Einsatzablauf

Zu einem Dachstuhlbrand mit Personen im Gebäude ist die Freiwillige Feuerwehr Bad Salzuflen am frühen Sonntagabend (14.04.2024) in die Osterstraße alarmiert worden. Was zunächst als „Feuer 2 – unklare Rauchentwicklung“ gemeldet wurde, stellte sich schnell als größerer Einsatz für die Feuerwehr heraus. Gegen kurz nach 18 Uhr gingen die ersten Notrufe über eine Rauchentwicklung in einem Wohnhaus in der Osterstraße ein. Durch mehrere weitere
Anrufer erhöhte die Leitstelle drei Minuten später das Einsatzstichwort auf „Feuer mit Menschenleben in Gefahr – Dachstuhlbrand“. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich der hintere Teil des zweiten Obergeschosses sowie der Dachstuhl in Vollbrand. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutzgerät in den Innenangriff zunächst zur Menschenrettung vor. Zeitgleich wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht, um von mehreren Seiten des Gebäudes jeweils einen Löschangriff vorzunehmen. Bei Betreten des Gebäudes kam den Einsatzkräften bereits ein Bewohner entgegen, sodass dieser unverzüglich aus dem Gebäude gebracht wurde. Verletzt wurde er glücklicherweise nicht. Da sich keine weiteren Personen im Gebäude befanden, konnten die Einsatzkräfte sich im Anschluss auf die Brandbekämpfung fokussieren. Es wurden anfangs zwei Einsatzabschnitte – Brandbekämpfung sowie Atemschutz – gebildet. Nach circa 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Die folgenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich allerdings als schwierig. Mittels Einreißhaken wurde über die beiden Drehleitern das Dach geöffnet. Da es sich bei dem betroffenen Gebäude um einen Altbau mit Zwischendecke handelte, war das Erreichen der Glutnester von außen kaum möglich. Weitere Trupps unter schwerem Atemschutzgerät übernahmen die Arbeiten von innen. Ein dritter Abschnitt wurde durch die Gruppe Absturzsicherung gebildet, die sich während der Nachlöscharbeiten in Bereitschaft befand. Während des Einsatzes stellte die Löschgruppe Biemsen-Ahmsen den Grundschutz für die Stadt Bad Salzuflen sicher. Ebenso unterstützten die ehrenamtlichen Kräfte des Rettungsdienstes und sowie Kräfte des Kreises Lippe, welche mit dem Abrollbehälter Atemschutz in die Osterstraße anrückten. Die circa 100
Einsatzkräfte der Einheiten Schötmar Werl-Aspe, Bad Salzuflen, Wüsten und Holzhausen sowie des Hauptamtes konnten aufgrund der komplizierten Nachlöscharbeiten erst spät in der Nacht zu Montag wieder einrücken. Das Gebäude ist unbewohnbar. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

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