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Chronik

1721
Der Magistrat der Stadt Salzuflen kauft bei Christian Vogt in Minden für 180 Thaler eine Schlangenspitze mitsamt einem ledernen Anbringer von 25 Fuß Länge, einen 3 Tonnen fassenden kupfernen Kump, der auf einem eisenbeschlagenen Schlitten steht, einen eisernen Balance und einer 130 Fuß langen Schlange, innen und außen genäht.

1781
Der Magistrat der Stadt Salzuflen beschließt am 20. November 1781 die Anschaffung von 50 ledernen Feuereimern. Diese werden im Rathaus gelagert und stehen der Feuerlöschungsmannschaft bei Bränden zur Verfügung.

1877
Am 17. Januar versammeln sich 37 Einwohner zur Gründungs- und Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Salzuflen. Die Statuten der Feuerwehr werden einmütig beschlossen. In der folgenden Zeit wurde das Corps der freiwilligen Feuerwehr zu einer einsatzfähigen Truppe zusammengestellt. Es wurden die folgenden Abteilungen gebildet:

1. die Steigermannschaft, welche fortwähren in diesem Dienste bleibt,
2. die Rettungsmannschaft,
3. die Spritzenmannschaft,
4. die Platzmannschaft um Ordnung zu schaffen.

Im gleichen Jahr erhält die Feuerwehr eine Abprotzspritze (Selbstsauger) nebst Requisitenwagen und Steigerleitern. Noch im gleichen Jahr wurde ein Steigerturm zu Übungszwecken am Gradierwerk errichtet.
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1879
Hinter dem Fanenbruckschen Grundstück an der Osterstraße wird das erste Spritzenhaus errichtet. Die Baukosten in Höhe von 519,27 Mark werden von der Lippischen Brandkasse übernommen. In der Nacht vom 21. auf den 22. September wird die Freiwillige Feuerwehr zu einem Großeinsatz im benachbarten Ehrsen alarmiert.1905

Da das Spritzenhaus der freiwilligen Feuerwehr an der Osterstraße im Laufe der Jahre zu klein geworden war, um alle Löschgeräte aufnehmen zu können, wurde an der Dammstraße ein größeres Feuerwehrgerätehaus gebaut, das schon am 30. Juni 1905 mit einem großen Fest auf dem Schützenberge eingeweiht werden konnte. Hieran beteiligten sich auch die Wehr aus dem benachbarten Schötmar und die Werksfeuerwehr der Hoffmanns Stärkefabriken. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Wehr aus 60 aktiven Feuerwehrmännern.

1910
Nachdem der freiwilligen Feuerwehr eine neue Saug- und Druckspritze übergeben wurde, ordnete die fürstlich Lippische Regierung die Auflösung der Pflichtfeuerwehr, die bis zu diesem Zeitpunkt neben der Freiwilligen Feuerwehr bestanden hatte an.

1928
Die Stadt schafft einen Sprengwagen an. Dieser wird im Gerätehaus in der Dammstraße aufgestellt. Er steht der Feuerwehr als Feuerlöschwagen zur Verfügung. Mit diesem ersten Motorgerät konnten nun auch in den Außenbezirken der Stadt alle Brände schneller und erfolgreicher bekämpft werden. Der Wagen ist nicht nur sehr schnell, sondern führt auch 5 cbm Wasser und 8 Mann Besatzung mit sich.
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1930
Die Alarmierung der Feuerwehrmänner durch Signalhornisten wird aufgegeben. Die Alarmierung erfolgt durch eine Typhon-Brandalarm-Anlage der Firma Krupp Germaniawerft AG in Kiel. Diese wurde im alten Amtgericht am Markt, in dem sich die Diensträume der Polizei befinden, in Betrieb genommen.

1938
Trat das erste Gesetz auf reichsebene über das Feuerlöschwesen in Kraft. Das bedeutet, das das Feuerlöschwesen in ganz Deutschland einheitlich durchgeführt wurde, die Fahrzeuge wurden typisiert, die Löschgeräte genormt.

Der zweite Weltkrieg bescherte der Feuerwehr zwar einige motorisierte Löschgeräte, aber die Einberufung zahlreicher Kameraden machte es notwendig, Jugendabteilungen und Helferinnen einzustellen. Gegen Ende des Krieges wurde die Feuerwehr u. a. in Herford, Bielefeld, Paderborn und Minden nach Bombenangriffen eingesetzt.

1946
Im Auftrage des Kreises Lemgo wird der Krankentransportdienst durch die Feuerwehr übernommen. Bis 1952 werden insgesamt 32723 Krankenfahrten durchgeführt.

1952
Die Wehr feiert 75-jähriges Bestehen. Zu dieser Zeit hat die Freiwillige Feuerwehr über 40 aktive Wehrmänner. Sie hat ein schweres Löschgruppenfahrzeug (LF 15), ein leichtes Löschgruppenfahrzeug (LF) mit Anhänger und Tragkraftspritze (TS), zwei TS und den umgebauten Sprengwagen als Reserve.

1953
Ein Metz-Tanklöschfahrzeug (TLF 15) in Omnibusbauform zum Preis von 37000 DM wird der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

1961
Seit dem 01. Januar ist die Feuerwache in der Dammstraße Tag und Nacht besetzt.
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1967
Die Feuerwache in der Dammstraße wird im Oktober geräumt. Das Gebäude wird abgerissen. Die Feuerwehr bezieht Räumlichkeiten auf dem Bauhof der Gemeinde in der Riestestraße 53. Der Feuerwehr Bad Salzuflen stehen folgende Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung:

1 Löschfahrzeug TLF 15
1 Löschfahrzeug LF 16 mit Funksprechanlage und Schiebe- u. Steckleitern
1 Löschfahrzeug LF 8
2 Tragkraftspritzen TS 8/8
1 Trockenlöschfahrzeug
1 VW-Bus und eine Ölschadenanhänger
1 Funksprechfeststation für die Feuerwache

1969

Durch die Neugliederung des Landkreises Lemgo werden die bisher selbstständigen Städte Bad Salzuflen und Schötmar und die Gemeinden Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-Hölsen, Holzhausen, Lockhausen, Papenhausen, Retzen, Werl-Aspe, Wülfer-Bexten und Wüsten zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen, die den Namen Stadt Bad Salzuflen trägt. Die neun ehemals selbstständigen Feuerwehren sind jetzt Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Salzuflen.

1975
Am 10. September wird die Feuerwache an der B239/Oerlinghauser Straße in Betrieb genommen. Die Baukosten betragen ca. 2,5 Mio. DM. Die Löschgruppen Schötmar, Werl-Aspe und Bad Salzuflen sind hier untergebracht

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Fahrzeugpark der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzuflen im September 1975
-aufgenommen vor der damaligen Wache auf dem Bauhof, kurz vor dem Umzug in die Feuerwache an der B239-

Die Fahrzeuge von links: TLF 16, DL 30, LF 16 TS, LF 8, TRoLF 750, ELW 1

Nicht im Bild: Motorboot, Wasserwerfer, Ölschaden-Anhänger und Mehrzweckanhänger (alle auf Einachsfahrgestellen)

Die Kameraden von links: Heinz Tünker, Ulrich Bock, Horst Meier, Jürgen Meierkord, Werner Rottschäfer, Norbert Hagemann, Hermann Höke

 

Feuerwache an der Oerlinghauser Straße / B 239. Von September 1975 bis Juni 2003 gemeinsame Unterkunft der hauptamtlichen Kräfte, des Löschzuges Schötmar  /Werl-Aspe und der Löschgruppe Bad Salzuflen.

1977
Das 100jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzuflen. Die Löschgruppe hat 27 aktive Mitglieder. 11 Kameraden sind in der Altersabteilung.

1999
Der Brandschutzbedarfsplan der Feuerwehr wird vorgelegt. Dieser wurde in Teamarbeit von den Einheitsführern der ehrenamtlichen Kräfte, Vertretern der hauptamtlichen Kräfte und dem Ordnungsamt der Stadt Bad Salzuflen erstellt. Deutliche Defizite im Brandschutz in der Innenstadt, aber auch in den Ortsteilen wurden dargestellt. Die Planungen für ein Gerätehaus in der Innenstadt nehmen konkrete Formen an.

2001
Mit dem Umbau des Hauses Riestestraße 28a, einem ehem. Nebengebäude des Hoffmann Stiftes, zum Feuerwehrgerätehaus wird begonnen.

2003
Bürgermeister G. Kleemann übergibt der Feuerwehr Bad Salzuflen das Gerätehaus am 26.06.2003. Der Löschgruppe sind ein LF 16 und eine DL30 zugeordnet.
Im Herbst wird die DL 30 außer Dienst genommen. Die Löschgruppe erhält eine DLK 23/12, die bisher auf der Feuerwache eingesetzt war.
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2004
Ein MTW wird in Dienst gestellt. Er steht der Löschgruppe Bad Salzuflen und Wüsten zur Verfügung. Es handelt sich um einen Ford Transit mit einem kombinierten Gas- und Benzinmotor.

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2011
am 16. November 2011 wird ein neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst gestellt(LF10/6). Mit der Schlüsselübergabe am 23.03.2012 löste dieses Fahrzeug ein 27 Jahre altes LF 16/12 ab.
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2016
am 02. Oktober 2016 wird die Drehleiter DLK 23/12 nach 28 Jahren außer Dienst gestellt und durch ein Teleskop-Gelenkmastfahrzeug, welches von der Hauptamtlichen Wache übernommen wird, ersetzt.
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