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Energieversorgung zusammengebrochen. Stadtwerke üben den Ernstfall.

Geschrieben am 16. Mai 2017 von Julian Rech

Stadtwerke üben den Ernstfall.

In der vergangenen Woche haben die Stadtwerke Bad Salzuflen den ernsten Störungsfall geübt.  Ein Krisenszenario der Strom-, Erdgas-, Wärme- und Trinkwasserversorgung hatte den internen Kriesenstab bestehend aus 18 Personen vor eine große Aufgabe gestellt. Auch die Feuerwehr und das technische Hilfswerk (THW) waren an der Übung beteiligt.

© Feuerwehr Bad Salzuflen

Kein Strom, Trinkwasser und keine Wärme für 30.000 Menschen. Eine Situation die sich niemand wünscht. Auch die vorhandenen Ersatzversorgungsmaßnahmen der Stadtwerke sind ausgefallen. Die Kommunikation per Handy oder Internet war ebenfalls nicht möglich. So mussten die Kollegen auf Digitalfunkgeräte zurückgreifen. Ein Fall der in der heutigen, hochtechnisierten Zeit schwer vorstellbar ist, aber dennoch so eintreten kann.

Verantwortlich war zunächst ein virtueller Stromausfall in einem Umspannwerk, wodurch die komplette Stromversorgung im Stadtgebiet ausgefallen war. Mit Auswirkungen auf die Wasserversorgung, aber auch die Heizkraftwerke der Stadtwerke. Lediglich die Erdgasversorgung, die zum Großteil mechanisch funktioniert, war noch intakt.

Die Stadtwerke haben einen 24 Stunden Notdienst, der jederzeit erreichbar ist. In einem internen Handbuch für den Notdienst ist klar geregelt wie vorzugehen ist. Alles mit dem Ziel, auch im Ernstfall die Strom-, Erdgas-, Wärme- und Trinkwasserversorgung aufrechtzuerhalten. Auch die Notversorgung für bestimmte Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäuser, ist dabei vorgesehen.

Dennoch war es für die Kollegen der Stadtwerke eine fordernde und lehrreiche Übung. „Wir konnten so Feinheiten bei den Kommunikationswegen und in der Organisation verbessern“ weis Stadtwerke Geschäftsführer Volker Stammer. „Auch die Schnittstellen zu THW und  Feuerwehr sind nun klarer definiert“ freut sich Stammer über eine gelungene Maßnahme.

Gegen Mittag wurde die Übung erfolgreich beendet. Die Wasserversorgung war virtuell vollständig in Betrieb. Über Notstromaggregate konnte das Klärwerk wieder mit Strom versorgt werden. Auch in Teilen der Stadt entstanden einzelne Bereiche mit intakter Stromversorgung.

„Solche Störungen kommen zum Glück in der Praxis fast nicht vor“ so Stammer. „Die Übung solcher Maßnahmen ist dennoch wichtig um im Ernstfall vorbereitet zu sein“ so Stammer weiter.

 

Quelle: Marketingabteilung der Stadtwerke Bad Salzuflen

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